Regionalsektion suissetec Nordostschweiz informierte zu Änderungen in der beruflichen Grundbildung

Spenglertreff Herbst 2018 im Rössli

Martin Truninger begrüsst seine Spenglerkollegen.
Dietmal Eglseder stellt den Spengler-EFZ-Teil der neuen Bildungsverordnung vor.
Simon Schoch (rechts) im Interview mit Martin Truninger.
Marcel Künzi /

Spengler/innen fanden sich am Donnerstag, 25. Oktober 2018 im Rössli Illnau ein, um wichtige Neuigkeiten rund um den Beruf zu hören, aber auch die sportliche Seite des Lebens nicht zu vernachlässigen und vor allem, sich wieder einmal auszutauschen.

Martin Truninger vom Vorstand des Regionalverbands suissetec Nordostschweiz freute sich am diesjährigen Spenglertreff am zahlreichen Erscheinen seiner Berufskollegen in Illnau. Der berufliche Teil dieses Abends war von Dietmar Eglseder, Leiter Berufliche Grundbildung bei der suissetec und Projektleiter Revisionen EFZ, bestritten worden. «Handlungskompetenzen in der neuen Bildungsverordnung, Revision Spengler EFZ» lautete das Thema. Eglseder forderte alle mit der Ausbildung von Spengler-Lernenden Betrauten dazu auf, sich die in der Vernehmlassung (Anhörung – bis 30. November 2018) befindlichen Grundlagen anzuschauen und Rückmeldungen zu geben. Die Inkraftsetzung ist für Frühjahr 2019 vorgesehen und soll mit Lehrbeginn 2020 umgesetzt werden.

Aus Fächern werden Handlungskompetenzen
Handlungskompetenzen stehen neu für das, was bislang als Fächer bezeichnet worden ist. Aus diesen sind für die verschiedenen Berufe der Gebäudetechnik Handlungskompetenzprofile erstellt worden. Ein Illustrator nahm dies zum Anlass, Werkstattplakate anzufertigen, die künftig die Prozesse und die einzelnen Arbeitsschritte veranschaulichen, aber auch zur Erklärung beruflicher Aspekte in der Öffentlichkeit dienen. Bis im Sommer 2020 bleibt noch viel zu tun. Nach mutmasslicher Inkraftsetzung im Frühjahr 2019 müssen die Lernmedien geschaffen werden. Der Schullehrplan, die ÜK-Programme, die Ausarbeitung der Wegleitung zum QV sind bereits in Arbeit. Die Erfahrungsnote entfällt künftig, den Betrieben verbleibt ein obligatorischer Bildungsbericht. Wichtige Neuerung ist eine Standortbestimmung spätestens im 2. Semester, um allfällig früh genug Weichen stellen zu können. Wie gesagt: Die kritische Würdigung der bereits ausgearbeiteten Grundlagen war erbeten.

Neuerungen im Blitzschutz
Marc Alther referierte um Thema «Neues aus der Sparte Blitzschutz». Alther ist der für die Region Ostschweiz zuständige Berater bei der Firma Arthur Flury AG. Obwohl der Forscher Michael Faraday seit rund 150 Jahren tot sei, habe ihn dies nicht davon abgehalten, doch wichtige Neuerungen im Blitzschutz zu präsentieren. Zum Beispiel die 6-mm-Kupfer-Ableitung, bereits fertig eingezogen im M20-Rohr, die Dichtung zu Anschliessgarnitur oder die Bodendose für Messtrennstelle, um nur gerade drei Beispiele anzumerken.
Marcel Hunziker vom EWK Kompetenzzentrum Pfäffikon SZ und ebenfalls im suissetec-Regionalvorstand, warb für ein Raketenmobil-Workshop, der während zweier November-Samstage stattfand. Gesucht waren Jugendliche zwischen 10 und 13 Jahren, unter Anleitung ein kleines Mobil zu bauen, das sich an einem abschliessenden Wettbewerb um die siegreiche Reichweite bewerben konnte.

Schoch-Brüder «nicht nur einfach» Snowboarder
Martin Truninger leitete schliesslich zum sportlichen Teil der Veranstaltung über. Der eingeladene Snowboarder Simon Schoch zeigte sich erfreut, an diesem Abend bei den Spenglern zu Gast zu sein, und entschuldigte sich – infolge eines Unfalls – für den nicht anwesenden Bruder Philipp. Die Brüder Schoch seien dem Publikum ja bestens bekannt mit ihren Erfolgen auf dem Snowboard bei Olympia, an Weltmeisterschaften und mit Gesamtweltcupsiegen. Sie seien aber auch bei den bösen Buben, den Schwingern erfolgreich, was Martin Truninger, selber Schwinger, bereits wusste.
Die beiden Brüder sind im Familienbetrieb im Tiefbau tätig. Simon ist Familienvater und hat zwei Kinder.

Künstler unter den Spenglern
Martin Truninger bat Simon Schoch, bei der Preisverleihung des Kreativwettbewerbs als Gratulant und Preisübergeber zu wirken. Zur Preisverleihung war auch Urs Fretz, Fachgruppenleiter an der Berufsbildungsschule Winter BBW, aufgerufen worden. Er hatte den Kreativwettbewerb bei den Spenglern ausgerufen und dankte allen Unterstützern und Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement. Der eigentliche Wettbewerb fand bereits im Frühjahr statt. Gewinner Dennis Bucher (Objekt: Rosentisch) war aus terminlichen Gründen an der Prämierung verhindert. Anwesend waren hingegen Gion Läuchli (2. Rang mit Globus), Sifra Gasser (3. Rang mit Zierbrunnen) und Djumakhan Bakeri (3. Rang mit Fussball).