Regionalverbände Holzbau Schweiz (Zimmerleute), SVZ (Schreiner) und suissetec-Nordostschweiz stellten ihre aktuellen Berufsbilder vor

Berufsberater-Tagung in Winterthur

Die beiden Informanten (rechts im Bild) auf der Baustelle haben sich den Applaus redlich verdient.
Irene Schuler Stager hat soeben ihre Präsentation abgeschlossen und Marcel Müller übernimmt für organisatorische Informationen.
Überraschend viele Frauen unter den Berufsberatern.
Marcel Künzi, suissetec Nordostschweiz /

Werbung für den Beruf geschieht auch über gut informierte Berufsberater, welche zu den Qualitäten der Berufe im Bild sind. Im Namen der drei Regionalverbände Holzbau Schweiz (Zimmerleute), SVZ (Schreiner) und suissetec-nordostschweiz (Gebäudetechniker) hat deren Sekretariat diese Tagung an der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur (STFW) im Mai die Berufsberater eingeladen.

Erich Meier, STFW-Rektor, hiess die interessierten Berufsberater/innen an der Schule willkommen. Die STFW stellt für 34 Berufe den wichtigen Teil der überbetrieblich-praktischen Ausbildung im Laufe ihrer Lehrzeit sicher. Das ist dann auch bei der handfesten Arbeit der Sanitärinstallateure, bei der Schweissarbeit der Heizungsinstallateure im 2. Lehrjahr und bei der kreativen Bearbeitung von Metallstücken durch die Spengler-Lernenden klar worden. Ebenfalls besichtigt werden konnte das Betätigungsfeld der Lüftungsanlagenbauer: Komplexe Anlagen, bestehend aus mehreren Kompo-nenten. An der STFW werden aber auch die Gebäudetechnikplaner zu ihren praktischen Kursen zusammengerufen.

Die drei Berufsfelder im Überblick
Diese berufliche Aufgliederung der Gebäudetechniker hat Urs Lippuner (Vizepräsident BBK GN und Inhaber der Alco-Haustechnik AG) in seiner Präsentation zum Ausdruck gebracht. Für alle diese Berufe, wie auch für die Schreiner und Zimmerleute ist handwerkliches Geschick in unterschiedlichem Masse gefragt, aber auch mathematische Flair und dreidimensionales Vorstellungsvermögen. Alle Berufe verlangen aber auch Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. Ästhetisches Flair und Kreativität sind vor allem dort gefragt, wo das Werkstück im täglichen Leben des Kunden präsent ist. Handwerkliche Berufe, die aber auch Anforderungen an den schulischen Rucksack stellen!
Alle EFZ-Ausbildungen fordern Sek-A oder Sek-B. Allerdings: Eventuell könne ein guter Sek-C-Absolvent je nach Zielberuf eine Lehrstelle finden oder sonst nach gründlicher Abklärung eine EBA-Ausbildung antreten. Bei entsprechend guten Resultaten könne ein Jugendlicher den EFZ-Quereinstieg ins Auge fassen.
Peter Elsasser, Bereichsleiter Bildung Holzbau Schweiz stellte die Berufe der Zimmerleute vor: «Bei uns tut sich einiges an Publikumswirksamem! Es sind bereits grössere Bauprojekte in Holz realisiert worden, in Planung ist aber auch ein 32-stöckiges Hochhaus...»
Irene Schuler Stäger, Leiterin Grundbildung beim VSSM (schweiz. Schreinermeisterverband) erläuterte die Schreinerberufe und ihre Möglichkeiten der Weiterbildung: «Man muss sich den Schreinerberuf heute als sehr vielseitig vorstellen; Materialien und Verarbeitung haben eine gewaltige Öffnung erlebt.»
Zu allen Berufen ist die Möglichkeit der Berufsmatura als Einstieg in eine höhere Berufsbildung dargestellt worden

Berufe zum Anfassen
Beim Mittagessen in der Mensa der STFW ist angeregt diskutiert worden über die vorgestellten Berufe und ihre Anforderungen und Chancen. Im Anschluss daran sind zwei Optionen offen gestanden: Die Besichtigung des ÜK-Centers der Schreiner in Ohringen oder der Besuch einer Baustelle in Neftenbach. Dieser zweiten Möglichkeit haben sich beinahe alle Teilnehmer angeschlossen. Die Firma Sprenger Söhne AG ist hier als Holzbau-Betrieb federführend: Sechs  Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 36 Wohnungen stehen im Bau. Jeweils das oberste Stockwerk ist in Holz gefertigt, entsprechend dem Minergie-Standard.