Neues Berufsausbildungszentrum von Siemens Schweiz in Zürich

Siemens Ausbildungsinitiative nützt der Gebäudetechnik

Das aktuelle Ausbildungskonzept hat zum Ziel, die Anpassungsfähigkeit und Selbstkompetenz der Jugendlichen zu fördern.
Manuel Fischer /

Die Karriere-Chancen für die Siemens-Lernenden sind gut. Insbesondere im Gebäudetechnikbereich werden in den kommenden Jahren Fachkräfte gesucht, weil das Marktpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Pünktlich zum Abschluss des bundesrätlichen Jahres der Berufsbildung hat Siemens Schweiz in Zürich-Albisrieden sein neues Lehrlingsausbildungs-Center in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 1300 m2 werden die angehenden Berufsleute an hochmodernen Lehrplätzen nach den neusten Methoden professionell und umfassend unterrichtet. Die Siemens-Gesellschaften in der Schweiz beschäftigen heute rund 350 Lernende. In den kommenden drei Jahren wird zudem die Zahl der Automatiker-Lehrplätze um 42 auf insgesamt 64 Lehrstellen erhöht. Die Siemens-Division Building Technologies reagiert damit auf die grosse Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Gebäudetechnik. «Aufgrund der Trends in dieser Branche haben wir festgestellt, dass ausgebildete Automatiker auch in Zukunft sehr gefragt sind», sagt Siegfried Gerlach, CEO von Siemens Schweiz. «Um diese Nachfrage decken zu können, haben wir beschlossen, die Lehrstellen in diesem Fachgebiet auszubauen. Gleichzeitig haben wir nun mit dem neuen Lehrlings-Center eine Ausbildungsstätte, die den höchsten Anforderungen genügt.»

Selbstkompetenz der Jugendlichen fördern
Nicht nur bezüglich Infrastruktur und Anzahl der Lehrstellen hat sich viel getan, sondern auch ausbildungstechnisch. So hat sich die Berufspalette in den vergangenen Jahrzehnten nicht zuletzt durch die technischen Neuerungen und Entwicklungen stark verändert: Apparatezeichner und Dreher mussten zeitgemässen Ausbildungen wie jener des Automatikers, Elektronikers oder Informatikers weichen. Das aktuelle Ausbildungskonzept bei Siemens Schweiz steht für Flexibilität und Anpassungsfähigkeit und soll die Selbstkompetenz der Jugendlichen fördern. «Diese kommt nicht nur den Lernenden zugute, sondern ganz klar auch dem Unternehmen», meint Michele Marchesi, Leiter Berufsbildung. Die Lernenden werden als «normale» Mitarbeitende verstanden und sollen möglichst früh wertschöpfende Arbeit und Verantwortung übernehmen. Neu werden zudem an allen Tagen Lernende aus verschiedenen Kantonen im Haus sein, was auch eine grosse Flexibilität der Ausbildner erfordert. «In der praktischen Fachausbildung ist die Eröffnung des neuen Lehrlings-Centers, das mehr als 100 Ausbildungs- und Schulungsplätze umfasst, ein weiterer Meilenstein», ist Marchesi überzeugt. «Unsere Berufsbildung wird bezüglich Ausrichtung und Denkweise wie ein Unternehmen geführt. Sie richtet sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kunden. Wir wollen die Nachwuchskräfte auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.»

Dem Fachkräftemangel vorbeugen

Die Karriere-Chancen für die Siemens-Lernenden sind gut. Insbesondere im Gebäudetechnikbereich werden in den kommenden Jahren Fachkräfte gesucht, weil das Marktpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Allein mit der Installation energieeffizienter Automationslösungen können in einem Gebäude bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es in der Schweiz über 1,8 Millionen Gebäude, die aktiv bewirtschaftet werden. Insbesondere Nutzbauten innerhalb von Industriearealen oder alte Bürogebäude werden heute häufig saniert und zu neuem Wohnraum umgebaut, was die Nachfrage nach entsprechend ausgebildeten Fachkräften stetig steigert.

Berufsausbildung Siemens Schweiz