Weiterhin kein menschliches Grundrecht auf Wasser

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Dennis Härtig /

Mit diesem Ergebnis - oder besser gesagt: keinem Ergebnis - ist am 22. März das 5. Weltwasserforum in Istanbul/Türkei zu Ende gegangen. Seit 16. März hatten in der grössten türkischen Stadt fast 27'000 Besucher aus über 100 Ländern unter anderem über die Frage diskutiert, wie das Wasser als kostbares Gut besser und vor allem gerechter verteilt werden könne. Ebenfalls sollte eine engere Zusammenarbeit zur Verhinderung von Überschwemmungen und Dürren vereinbart werden. Doch das verabschiedete Schlussdokument (vgl. auch hier) wird von Umweltschützern als «zu schwammig und unverbindlich» kritisiert. So enthalte die Erklärung nur das «Grundbedürfnis der Menschen auf Wasser» - das menschliche «Grundrecht» auf Wasser sei aber, ähnlich wie beim vergangenen Weltwasserforum in Mexico City 2006, erneut nicht festgeschrieben worden. In Europa verbraucht ein Mensch im Durchschnitt etwa 150 Liter Wasser pro Tag - die UNO will für jeden Bürger der Erde ein Grundrecht auf 50 Liter pro Tag erreichen.