12. Watt d’Or im Januar 2019

Erlenmatt Ost - Watt d’Or-Sieger in Kategorie «Gebäude»

Vordere Reihe sitzend: Andreas Appenzeller, Geschäftsführer ADEV Energiegenossenschaft und Boris Voirol, Stiftungsratspräsident Habitat. Zweite Reihe, Anita Niederhäusern (im blauen Blazer), Eric Nussbaumer, VR-Präsident ADEV, Urs Buomberger (Habitat), Karl Viridén, VR ADEV, Klaus Hubmann, Geschäftsführer Stiftung Habitat.
Klaus Hubmann, Geschäftsführer Stiftung Habitat. Marianne Zünd, Leiterin Abteilung Medien und Politik beim BFE, interviewt Andreas Appenzeller, Geschäftsführer ADEV Energiegenossenschaft. Ganz rechts Stefan Cadosch, Präsident SIA und Jurymitglied Watt d’Or.
Die ADEV-Energiegenossenschaft besorgt das Solar- und Wärmecontracting der Siedlung Erlenmatt Ost.
Bundesamt für Energie (BFE) /

Am 10. Januar 2019 verlieh das Bundesamt für Energie zum zwölften Mal den renommierten Schweizer Energiepreis Watt d’Or. In der Kategorie Gebäude und Raum durfte die Stiftung Habitat für die Basler Siedlung «Erlenmatt Ost» den begehrten Preis entgegennehmen.

Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzten die Energiezukunft bereits heute erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie den «Watt d’Or» geschaffen, das Gütesiegel für Energieexzellenz. 2007 wurde der Watt d’Or zum ersten Mal verliehen. Sein Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken. Der Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder ausgeschüttet.
44 Bewerbungen wurden bis Ende Juli 2018 für den Watt d'Or 2019 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde nominiert wurden schliesslich 20 Beiträge. Daraus hat die Jury unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Pascale Bruderer die Siegerprojekte in den vier Watt d’Or-Kategorien gekürt. Darüber hinaus hat die Jury den Watt d’Or Spezialpreis «Transition» vergeben.

Energie vor Ort gewinnen
In der Kategorie Gebäude und Raum durfte die Stiftung Habitat für die Basler Siedlung «Erlenmatt Ost» den begehrten Preis entgegennehmen. Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs der Deutschen Bahn in Basel entwickelt die Stiftung das neue Stadtquartier Erlenmatt Ost, welches nach den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft entwickelt wurde. 2017 war das erste Gebäude bezugsbereit; bis Ende 2019 werden dort rund 500 Menschen in über 200 Wohnungen leben. Schon heute zeigt sich: Das Quartier ist lebendig, bunt und nachhaltig, ganz im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft.
Grundlage für die Energieversorgung ist einerseits die Wärmepumpentechnik, womit Wärme dem Grundwasser entzogen wird. Andererseits ist eine der grössten Solarstrom-Eigenverbrauchsgemeinschaften der Schweiz eingerichtet worden. Im Endausbau wird rund 850 kW Solarleistung installiert sein. Im Endausbau wird die Siedlung Erlenmatt Ost zu 70% mit Energie in Form von elektrischem Strom und Wärme versorgt, die direkt vor Ort gewonnen wird.