Fernwärme

Fernwärme wird in der künftigen Energieversorgung der Schweiz eine wichtige Rolle spielen.

Fernwärme heisst: die Wärmeerzeugung erfolgt nicht unmittelbar am Ort des Verbrauchs. Die vom Endkunden genutzte Wärme (für Raumwärme, Warmwasser, Prozesswärme) wird über ein Verteilnetz angeliefert. Je nach Verteilnetz-Grösse spricht man von Fernwärme oder auch von Nahwärme.

Klassisch-konventionelle Fernwärme wird in einer zentralen Anlage (z.B. Kehricht-, Holzschnitzel-, Verbrennungs- oder Kläranlage, oder Heizkraftwerk) erzeugt und über ein Rohrleitungsnetz den Kunden zum Heizen und zur Warmwassererwärmung zugeleitet. Weitere Wärmequellen sind Abwärme aus WKK-Anlagen, industriellen Prozessen, Geothermie sowie Umweltwärme. Zur Spitzenabdeckung und als Reserve werden Erdgas und Öl herbeigezogen. Die konventionelle Fernwärme wird über ein gut isoliertes Verteilnetz in Form von heissem Wasser (80°C bis 130°C) zum Endverbraucher geleitet. Das in den einzelnen Übergabestationen abgekühlte Wasser (rund 50°C oder tiefer) fliesst über ein zweites Rohr in die Fernwärmezentrale zurück, womit der Kreislauf geschlossen ist.

Immer häufiger wird mit Fernwärme auch Fernkälte angeboten.

Spezialfall „Kalte Fernwärme“: in diesen Verteilnetzen nutzen Wärmepumpen vor Ort die „Kalte Fernwärme“ (Temperatur z.B. zwischen 10 und 20 °C) als Wärmequelle und versorgen die Gebäude mit Heizwärme.

Hier finden Sie eine Auswahl von Fachartikeln zum Thema Fernwärme:

01/18  Netzkonvergenz Fernwärme + Erdgas (Beispiel Stadt St. Gallen)
10/17  Fernwärme und Solarthermie (Machbarkeitsstudie SPF)
10/17  Für EU spielt Fernwärme eine entscheidende Rolle
10/17  Grosse Speicher und WP für den Netzbetrieb (Planerabend VFS)
03/17  Rückblick Fernwärme-Forum Biel 2017
04/10  Fernwärme liegt klar im Trend (Fernwärme-Forum 2010)
08/08  Kalte Fernwärme ab ARA (EKZ)