Walter Meier und Tobler planen gemeinsame Zukunft

Tobler Haustechnik AG und Walter Meier AG planen ihren Zusammenschluss.
Konzernleitung des neuen Unternehmens: Andreas Ronchetti (CFO), Martin Kaufmann (CEO) und Arnold Marty (stv. CEO).
Quelle: Tobler Haustechnik AG und Walter Meier AG / Peter Warthmann /

Die zwei Schweizer Gebäudetechnik-Unternehmen Tobler Haustechnik und Walter Meier verschmelzen ihr Leistungsangebot und schliessen sich zu einem der grössten Gebäudetechnik-Anbieter der Schweiz zusammen. Ab Anfang 2018 wird das neue Unternehmen unter neuem Namen eine wichtige Stellung im Grosshandel von Produkten, Komponenten und Zubehör, im Systemgeschäft bezüglich Wärme- und Kälteerzeugung sowie im Servicegeschäft einnehmen.

Während die Tobler Haustechnik AG bis anhin eine bedeutende Position im Grosshandel und in der Logistik innehatte, liegen die Stärken von Walter Meier AG im Bereich Wärme- und Kälte-Systeme und bei den damit verbundenen Serviceleistungen.

Die aktuelle Ertragskraft von Tobler entspricht in etwa derjenigen von Walter Meier. Deshalb soll die Zusammenführung der beiden Unternehmen im Verhältnis 1:1 erfolgen. Dabei soll die Anzahl Aktien der Walter Meier AG von heute 7.3 Mio. aber nicht verdoppelt, sondern nur um 4.7 Mio. Stück erhöht werden. Zur Abgeltung der Differenz und als Ausgleich für unterschiedliche Bilanzpositionen der beiden Unternehmen ist eine Zahlung im Umfang von Fr. 117.8 Mio. an Wolseley, den heutigen Besitzer von Tobler, vorgesehen.

Der in England domizilierte Heizungs- und Sanitärgrosshändler Wolseley wird nach Abschluss dieser Transaktion rund 39.2 Prozent der Aktien halten. Der bisherige Hauptaktionär Silvan G.-R. Meier, der seine Beteiligung via die Greentec AG hält, wird die Transaktion unterstützen. Er wird seine Mehrheitsbeteiligung an der Walter Meier AG verlieren und neu rund 33.5 Prozent der Aktien halten.

Das neue Unternehmen ist optimal aufgestellt, um im bestehenden Markt zu wachsen. Durch die Kombination der Handels- und Systemkompetenz lassen sich Wachstumsmärkte wie erneuerbare Energien und Digitalisierung besser erschliessen. Dadurch können längerfristig neue und hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Der Zusammenschluss zielt so auf den langfristigen Erhalt der rund 1400 Arbeitsplätze ab. Es ist allerdings mit einem Abbau von 100 bis 120 Stellen aufgrund von Überschneidungen zu rechnen. Diese Stellenreduktion wird in den nächsten 2 – 3 Jahren grösstenteils durch natürliche Fluktuation erfolgen. Es ist momentan nicht geplant, deswegen Kündigungen auszusprechen.

Zusammenschluss 2017, neuer Auftritt ab 2018
Der rechtliche Zusammenschluss ist für 2017 geplant, der Auftritt unter neuem Namen (noch nicht bekannt) ab 2018. Die Integration erfolgt schrittweise in den nächsten zwei Jahren. Eine entsprechende Transaktionsvereinbarung wurde unterzeichnet. Voraussetzung für den Zusammenschluss ist die Zustimmung der Generalversammlung der Walter Meier AG am 24. März zur erforderlichen Kapitalerhöhung, sowie die Zustimmung der Wettbewerbskommission.

Künftige Unternehmensleitung
Im Zuge der Transaktion wird die Konzernleitung neu besetzt. Der bisherige CEO der Walter Meier AG, Martin Kaufmann, wird auch die künftige Unternehmensleitung verantworten. Der bisherige CEO der Tobler Gruppe, Arnold Marty, wird als stellvertretender CEO die Führung der Bereiche Verkauf, Produktmanagement und Marketing übernehmen. Der bisherige CFO der Tobler Gruppe, Andreas Ronchetti, wird CFO und drittes Mitglied der Konzernleitung des neuen Unternehmens.

www.haustechnik.ch

www.waltermeier.com