Interview mit Umweltpionier Franz Alt: Eine bessere Welt ist möglich

Solare Weltrevolution: gegen kleinkrämerische Umweltstrategien

Interview: Max Meyer /

Franz Alt – gerade rechtzeitig zu seinem 79. Geburtstag – gewährt unserer Zeitschrift ein Exklusiv-Interview. Er zeigt kritisch auf, wie sich die deutsche Energiewende aus der Sicht eines Umweltpioniers, mehrfach preisgekrönt, darstellt. Betrachtungen zur Schweiz fehlen selbstverständlich nicht. Franz Alt begnügt sich nicht mit fundierter Kritik, sondern erhebt seine Stimme gegenüber der Politik und den Medien. Bei all seinen Äusserungen spürt man sein umfassendes Engagement, angereichert durch übergeordnete Gesichtspunkte wertebasierter Gedanken. Wer sich für Fragen der Anwendung der Solartechnik und deren Entwicklung interessiert, findet vorab in seinem Newsletter immer Anregendes und Aktuelles, gepaart mit grundsätzlichen Darlegungen.

In Ihrem Newsletter vom 17. Juni 2017 (www.sonnenseite.com) kritisieren Sie, dass in Deutschland die Energiewende nicht mit dem notwendigen Elan vorgenommen wird. Insbesondere kritisieren Sie, dass der Ausstieg aus der «Kohlewirtschaft» nicht ernsthaft an die Hand genommen wird und einzig die «Grünen» dafür klar einstehen. Wie sehen Sie die Chancen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Wahlen in Deutschland, dass der Ausstieg, zumindest schrittweise, aus der «Kohlekraft» doch noch gelingt, ähnlich wie beim Atomausstieg?

Franz Alt: In Deutschland hing die CDU/CSU bis zur Fukushima-Katastrophe am Tropf der Atomwirtschaft wie die SPD und der Wirtschaftsflügel der CDU noch bis heute am Tropf der Kohlewirtschaft hängen. Die deutsche Kohlewirtschaft hat bis heute zehnmal so viel Termine bei der Bundeskanzlerin und im Wirtschaftsministerium wie die Vertreter der erneuerbaren Energien. »Mehr