Setz Architektur AG hat ihr 100. Minergie-Gebäude realisiert

Setz Architektur: 100. Minergie-Gebäude

Geschäftsleitung der Setz Architektur AG: Matthias Füglistaler, Werner Setz, Adrian Fischer und David Zimmerli.
Carolin Frei /

Eingeladen zum grossen Fest waren ehemalige und aktuelle Bauherrschaften, Mitarbeitende und Handwerker, mit denen Setz Architektur AG die 100 Minergie-Gebäude umgesetzt hat. Unter ihnen die künftigen Eigentümer der Minergie-Gebäude 98, 99 und 100, denen zu ihrem besonderen Minergie-Setz-Haus gebührend gratuliert wurde.

Umrahmt wurden die Ehrungen und Gratulationen von den Referaten des ehemaligen und des aktuellen Geschäftsführers des Vereins Minergie (Franz Beyeler, Andreas Meyer), dem CEO der Firma Renggli AG (Max Renggli) und Werner Setz, Verwaltungsratspräsident der Setz Architektur AG.

Werner Setz liess die zwanzigjährige Minergie-Firmengeschichte Revue passieren. In den ersten fünf Jahren als Fantast bezeichnet, gab die Zeit der Setz Architektur AG recht. Haben doch acht der 100 Minergie-Gebäude die begehrten Schweizer Solarpreise gewonnen und damit Geschichte geschrieben. Was einst 1998 mit der Planung und dem Bau des ersten Mehrfamilienhauses im Passivhaus-Standard (ohne aktives Heizsystem) begann, hat sich stetig weiterentwickelt. 2003 durfte die Setz Architektur AG das erste in der Schweiz zertifizierte Minergie-P-Haus – Monolith genannt – einweihen. Dieser Bau sorgte für Schlagzeilen weit über die Landesgrenzen hinaus. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde 2008 mit dem ersten PlusEnergie-Haus mit einem solaren Deckungsgrad von 158 % gesetzt. Sogar in Japan wurde über dieses Haus berichtet. Nicht genug: 2011 kam ein weiteres energetisches Highlight zum Tragen – das PlusEnergie-Haus mit Elektromobilität. Die Setz Architektur AG wurde für dieses Objekt mit drei Mietwohnungen und einem den Mietern zur Verfügung gestellten Elektroauto mit dem Solarpreis 2012 ausgezeichnet.

Setz-Häuser sind von April bis Oktober energieunabhängig
Heute ist die Setz Architektur AG so weit, dass ihre geplanten Häuser bereits von April bis Oktober energieunabhängig sind und der selbst produzierte und im Haus gespeicherte Strom günstiger ist als derjenige vom Elektrizitätswerk. Werner Setz: «Die Sonne schenkt uns genügend Energie – wir müssen diese nur noch ernten. Einem ganzjährig autarken Haus steht nicht mehr viel im Weg. Unser Motto: Minergie optimiert zum PlusEnergie-Haus, «eusne Chind z’lieb». Damit sie eine noch intakte Umwelt und eine möglichst grosse Artenvielfalt erleben dürfen.»

Die Zeiten, in denen Werner Setz als Minergie-Papst belächelt wurde, sind längst vorbei. «Unsere Hartnäckigkeit, an den gesetzten, strategischen Zielen bis zur Erreichung festzuhalten, hat sich bezahlt gemacht», sagt Setz. Die Motivation der Firma Setz Architektur AG ist seit je die gleiche: Ihre Häuser sollen die Umwelt so wenig wie möglich belasten, mit ihnen soll der ökologische Fussabdruck minim gehalten werden. «Öl, Gas, Atomstrom brauchen wir nicht mehr, von der Sonne kommt genügend Energie und die Technik, diese zu nutzen, ist vorhanden», sagt Setz. So erstaunt denn nicht, dass der Verein Minergie die einmalige Leistung des Architekturbüros von 100 Minergie-Gebäuden mit einer Auszeichnung bedachte. Voll des Lobes waren auch die Gastredner Franz Beyeler, Andreas Meyer und Max Renggli.