suissetec Kanton Bern stellt hohe Erfolgsquote im Qualifikationsverfahren für Gebäudetechniker fest

Qualifikationsfeier im Jungfraupark

Mascha Santschi und Christian Gloor, Präsident von suissetec Kanton Bern, führten souverän und mit viel Humor durch die Feier.
Janik Saurer, Schwanden; Pirmin Steiner, Lenk i.S. waren zwei von 23 Absolventen/innen mit einem Notendurchschnitt von 5,3 und mehr.
stehend: Corinne Eichenberger, Biglen; Daniel Müller, Burgdorf; Christian Jenny, Sumiswald; Dario Müller, Wasen i.E.;
Kathrin Madeleine Heiniger-Schrag, Lotzwil. // kniend: Yanick Gloor, Zuchwil; Simon Dällenbach, Eggiwil; Matthieu Kutter, Konolfingen.
Christian Gloor, Präsident suissetec Kanton Bern; Yanick Gloor, Zuchwil; Janik Saurer, Schwanden (ausgez. Lüftungsanlagebauer).
stehend: Louisa Brunner, Bern; Patrik Riesen, Guggisberg; Jan Bart, Detligen; Alessio Menzel; Neuenegg
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Am vergangenen Freitag folgten knapp 700 Personen der Einladung von suissetec Kanton Bern, um im Jungfraupark in Interlaken die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen im Qualifikationsverfahren der Berufe in der Gebäudetechnik (Heizungsinstallateur/in; Lüftungsanlagenbauer/in, Sanitärinstallateur/in, Spengler/in und Gebäudetechnikplaner/in) zu würdigen.

Mit 85 Prozent war die Erfolgsquote im diesjährigen Qualifikationsverfahren höher als in den vergangenen Jahren. suissetec Kanton Bern hatte mit Prüfungsvorbereitungskursen, Informationsanlässen und Weiterbildungsangeboten auf die zum Teil hohen Durchfallquoten der vergangenen Jahre reagiert. Dies scheint sich nun ausgezahlt zu haben. Einen grossen Anteil an diesem Erfolg haben natürlich auch die Lehrbetriebe. Dort wurden die Anstrengungen in der Ausbildung und der Auswahl der Lernenden intensiviert; wohl auch aufgeschreckt durch die Misserfolge vergangener Jahre.

Frauen gesucht
23 Absolvent/innen erreichten eine Note von 5,3 oder höher. Erfreulicherweise waren in diesem Jahr drei Frauen darunter. Bemerkenswert ist zusätzlich, dass Louisa Brunner und Kathrin Madeleine Heiniger-Schrag (absolvierten beide eine Zusatzlehre) bereits das zweite Mal ausgezeichnet wurden, nebst drei weiteren Absolventen! Belohnt wurden diese Leistungen in Form einer Uhr oder eines Barpreises für jene, die in der Erstausbildung bereits ausgezeichnet wurden.
Ausser bei den Gebäudetechnikplanern ist der Frauenanteil extrem tief. Christian Gloor bedauerte, dass nicht mehr Frauen diese äusserst interessanten Berufe in Angriff nehmen würden. Die Arbeiten seien ebenfalls für Frauen geeignet, da herrsche eine absolut falsche Vorstellung.
Viktor Scharegg, Mitglied Zentralvorstand suissetec Schweiz, wies auf die enorme Vielfalt an Weiterbildungsmöglichkeiten hin: Chefmonteur, Meister, Höhere Fachschule, Fachhochschule, Energieberater, Baustellenleiter etc. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften im Bereich der Gebäudetechnik sei aussergewöhnlich hoch. Die Fachkräfte würden an allen Ecken und Enden fehlen. Darum sei es äusserst wichtig, nicht stehen zu bleiben und die Angebote zu nutzen.

Paritätische Kommission
Michel Wälti, Präsident der Paritätischen Kommission, konnte drei glücklichen Gewinnern – gezogen durch Toni Lenz, Präsident Berner KMU – einen Geldbetrag für eine Weiterbildung überreichen. Nach dem Show-Part von Baldrian, der das Publikum massiv «entschleunigte», wurde beim anschliessenden Nachtessen angeregt diskutiert und viel gelacht. Die Feier war des Anlasses definitiv würdig.