suissetec-Nordostschweiz im Oktober 2019

Fyrabig-Treff der Spengler

Die anlässlich der suissetec-Nordostschweiz-GV im April dieses Jahres ausgezeichneten Kunstwerke des Martin Truninger begrüsst die Teilnehmer am Spengler-Fyrabig-Treff
Benno Lees informierte zur neuen Bildungsverordnung und zu Handlungskompetenzen.
Marco Brunner führt den zweiten Teil des Fachreferates mit einem Beispiel aus den Handlungskompetenzen und zur Revision der SIA-Norm 271.
Urs Fretz überreicht den Siegreichen des Wettbewerbs Preise, ganz rechts im Bild der Sieger Tomas Costa Videira, der den Sockel mit diversen Hüten kreiert hat.
Quelle: suissetec Nordostschweiz, Bearbeitung Manuel Fischer /

Am 24. Oktober 2019 trafen sich die Spengler der Region Nordostschweiz im Restaurant Rössli in Illnau. Es gab was zu besprechen, aber auch zu feiern.

Martin Truninger, Vorstandsmitglied der suissetec-Sektion Nordostschweiz, begrüsste die zahlreichen «Wiederholungstäter» und Neulinge zum diesjährigen Spengler-Fyrabig-Treff.
Zu Gast waren auch Bruno Lees, Vorstandsmitglied der Sektion und Mitglied des Zentralvorstandes suissetec und Marco Brunner, Fachbereichsvortand Spengler/Gebäudehülle. Benno Lees strich die Vorteile heraus, dass in der beruflichen Grundbildung nun vor allem die Handlungskompetenzen hervorgehoben werden. Nach sieben Jahre der Revision liege nun eine neue Architektur der Berufsbildung vor.

Details zum Bildungsplan
Eminent wichtiger Baustein sei bei der Rekrutierung der Lernenden die Zuweisung in eine EFZ- oder eine EBA-Berufslehre vorzunehmen. Als Element bleibt der Bildungsbericht erhalten, nicht aber die klassischen Noten. Die Zeit fürs Üben des Stoffs soll ausgedehnt werden. Oftmals behindern die betrieblichen Prioritäten die fachspezifische Unterstützung, weswegen die Lernverbünde gezielt ausgebaut werden und damit die Stammbetriebe in ihrer Ausbildungsfunktion unterstützen werden.
Marco Brunner nahm die Gelegenheit wahr, den Begriff «Handlungskompetenzen» anhand einiger Beispiele in der Flachdachinstallation zu erläutern.
Bruno Lees stellte überdies die neue «Fachrichtlinie Spenglerarbeiten» vor, das die SSIV-Richtlinien ablöst. Der visuelle Auftritt des über 500 Seiten starken Buches wie auch die umfassende Bearbeitung des Themas und die Seriosität der Detailausgestaltung kommt beim Fachpublikum offensichtlich gut an. Die Frage kam auf, ob junge Lernende nicht wenigstens mit einer kostengünstigen digitalen Version (E-Book) ausgerüstet werden sollten. Das Werk in französischer Ausgabe steht kurz vor der Vollendung und die italienischsprachige Ausgabe ist für kommendes Jahr vorgesehen.

Neues aus der Region
Marcel Müller, Sekretär des Regionalverbandes, informierte zur regionalen Imagekampagne. Verbindungsmann des Regionalverbands nach aussen ist insbesondere Marco Uberto, der an verschiedenen Veranstaltungen, v.a. an den zwei Tüftlerworkshops der Schweiz. technischen Fachschule in Winterthur (STFW) in den Herbstferien (davon ein reiner Mädchenanlass) vertreten ist. Auch Lernende sind gefordert, für den Beruf Werbung zu machen – etwa an Berufsmessen.

Sportler
Martin Truninger bat Markus Stierli zum spontanen Interview vor versammelten Gästen. «Wie kommt ein Sportlegastheniker/Sportmuffel zu einem Weltmeistertitel im Extrem-Marathon?» – «Ganz einfach, durch eine Bier-Wette!» Heute ist der gelernte Elektroinstallateur Unternehmer und hat so die persönlichen Herausforderungen auf eine andere Ebene verlegt. Als Familenvater müsse er seine Abwesenheit zu Hause allerdings immer noch erklären. Man war sich rasch einig: Der sympathische Tösstaler hat für seine Erfolge schier Unmenschliches geleistet.
Der Norseman-Sieg in Norwegen ist da die Spitze des Eisberges gewesen. Der Wettkampf besteht auas 3,8 km Schwimmen bei einer Wassertemperatur von 15 °C. Der Start erfolgte ab einer Fähre, morgens um 5 Uhr. Dann 180 km Radfahren durch die norwegischen Berge bis auf eine Höhe von 1200 Meter über Meer. Darauf folgte ein Marathonlauf mit dem Ziel auf 1883 Meter Höhe, insgesamt waren 5000 Höhenmeter zu überwinden.

Kreative
Urs Fretz, Fachgruppenleiter an der BBW in Winterthur hat die Siegreichen des Kreativwettbewerbs auszeichnen dürfen. Zum Thema «Hut steht gut» haben Spengler-Lernende im 2. Lehrjahr ihre Arbeiten eingereicht. Die Siegerobjekte wurden anlässlich der Generalversammlung (GV) der suissetec-Nordostschweiz im Hotel Widder im April dieses Jahres durch Mitglieder und Gäste der GV erkoren.

Ränge
1. Rang:
Tomas Costa Videira, Sockel mit diversen Hüten

2. Rang:
Leolo Kaufmann, Darth Vader
Luca Angst, Zwiebelhaube
Mark Rolf Anliker, Pestmaske

3. Rang:
Darius Mysza, Vikingerhelm
Lamin Sträuli, Taucherhelm
Timo Scheiber, Kopfgeldjägerhelm



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