Ablagerung von Holzaschen gemäss neuer Abfallverordnung

Entsorgungslösung für Holzasche in Sicht

Holzaschen können künftig auf Deponien des Typs D zusammen mit KVA-Schlacken gelagert werden.
/

Die Auflagen der neuen Abfallverordnung haben die Betreiber von Holzheizungen und Deponien mächtig verunsichert. Nun hat das Bundesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit der Branche eine praktikable Lösung für die Ascheentsorgung in Aussicht gestellt.

Am 1. Januar 2016 hat der Bundesrat die neue Abfallverordnung (Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen VVEA) in Kraft gesetzt – mit einschneidenden Neuerungen für die Betreiber von Holzfeuerungen! Konnten diese früher ihre Holzaschen problemlos auf Inertstoffdeponien entsorgen, bedarf es nach dem neuen Buchstaben des Gesetzes dafür nun einer aufwändigen Aufbereitung (Chromatreduktion) der Aschen sowie einer Bestätigung durch eine Laboranalyse, dass die Grenzwerte gemäss VVEA eingehalten sind.
Von dieser neuen Regelung wären rund 62‘000 Betreiber von Zentralheizungsherden, Pellet-, Stückholz- und Schnitzelheizungen betroffen gewesen. Schon im Sommer 2016 zeigte es sich aber, dass diese neuen Vorschriften in der Praxis gar nicht eingehalten werden können. Holzenergie Schweiz, der Dachverband der «Wärme aus dem Wald», hat sich seit 2016 bei der zuständigen Abteilung Abfall und Rohstoffe des Bundesamts für Umwelt (BAFU) für eine pragmatische Lösung eingesetzt. Und weil das BAFU gleichermassen konstruktiv und lösungsorientiert agierte, liess sich gemeinsam ein vernünftiger Ausweg aus der verfahrenen Situation finden.

Übergangsregelung, Ablagerung mit KVA-Schlacken
Diese sieht ab Herbst 2018 eine fünfjährige Übergangsfrist vor, während welcher die Holzaschen wie bisher abgelagert werden können. Gleichzeitig, so teilte das BAFU am 14. August 2017 mit, soll die VVEA zusätzlich mit einer Regelung ergänzt werden: Künftig dürfen Holzaschen jeglicher Art auf Deponien des Typs D zusammen mit KVA-Schlacken (gut gemischt) abgelagert werden  – dies ohne zeitliche Beschränkung. Auf solchen Deponien werden Schlacken aus der Kehrichtverbrennung abgelagert. Diese enthalten sehr viel Eisen, sodass die erforderliche Chromat-Reduktion von selbst erfolgt.
Holzenergie Schweiz dankt dem Bundesamt für Umwelt für die fruchtbare Zusammenarbeit und für die Berücksichtigung der Anliegen der Holzenergiebranche.