Rückblick NeoVac-EnergieMessForum, 8. November 2018

Energie-Monitoring ist wichtige Grundlage für korrekten GT-Betrieb und Betriebsoptimierung

Sorgten am EMF für Information und Unterhaltung: David Stickelberger, Patrik Lanter, Sonja Hasler, Robert Minovsky, Stefan Bertsch und Heinz Marti.
Minergie-Qualitätssicherung in der Planung umfasst: gute Gebäudehülle, sommerlicher Wärmeschutz, effiziente Wärmeerzeugung, kontrollierter Luftwechsel, effiziente Geräte und Beleuchtung, Eigenstromproduktion mittels PV, Energie-Monitoring. (Referat Minovsky)
Eigenverbrauch ist heute der wichtigste Treiber für den PV-Markt in der Schweiz. (Referat Stickelberger)
Titelblatt des 55-seitigen „Leitfaden Eigenverbrauch“.
Titelblatt der 72-seitigen Broschüre zum Modell der verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnung (VEWA).
VEWA-Bereiche.
Monitoring: Abgrenzung (Referat Lanter)
Anforderungen Monitoring: 4 Punkte. (Referat Lanter)
Einer der ersten Wärmezähler mit LoRaWAN-Funktechnologie.
Funk-Technologien im Überblick (Referat Marti)
Low Power Network LPN im Vergleich. (Referat Marti)
LoRaWAN-Schema: System-Komponenten. (Referat Marti)
RennTalk: Tom Lüthi und Sonja Hasler. Tom Lüthi erklärt, wieso sich seine Saison in der MotoGP nicht ganz so einfach gestaltet hat.
Programm
Publikum
Patrik Lanter und Sonja Hasler.
Swisscom-Stand.
Peter Warthmann /

Am 8. November fand das „EnergieMessForum“ der NeoVac ATA AG an deren Hauptsitz in Oberriet SG statt. Informiert wurden die Teilnehmer über Aktualitäten rund um die Messung von Energie.

Zum erstmals durchgeführten „EnergieMessForum“ (EMF) konnte Gastgeber Patrik Lanter (CEO NeoVac Gruppe) etwa 120 Teilnehmer begrüssen. Zur Hälfte waren dies HLKSE-Planer/Installateure, zu einem Drittel Immobilien-Bewirtschafter. Die übrigen waren Energieberater, Hersteller und Diverse. Vor den Vorträgen konnten die Besucher noch am Firmenrundgang teilnehmen. Moderiert wurde der Anlass von Sonja Hasler, inklusive RennTalk mit NeoVac-Botschafter Tom Lüthi.

David Stickelberger (Geschäftsleiter Swissolar) erklärte den „Zusammenschluss zum Eigenverbrauch“ (ZEV). Mit den neuen Regelungen (Energiestrategie 2050, 1. Massnahmenpaket, Energiegesetz in Kraft seit 1.1.2018) wurde der zeitgleiche Eigenverbrauch von Solarstrom zum wichtigsten Treiber für den PV-Markt in der Schweiz. Eigenverbrauch am Ort der Produktion ist z.B. möglich für ein oder mehrere Gebäude, für Mietwohnungen oder vom Eigentümer bewohnte Wohnungen. Der 55-seitige „Leitfaden Eigenverbrauch“ erläutert die Voraussetzungen und Möglichkeiten, sowie die neuen Regelungen zur Umsetzung von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV), die seit 1.1.2018 gültig sind (PDF: www.swissolar.ch/zev).

Stefan Bertsch (Leiter Institut Energiesysteme IES, NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs) berichtete über „Wärmepumpen-Effizienz in der Praxis“. Am Wärmepumpen-Testzentrum WPZ in Buchs werden schon seit vielen Jahren Normprüfungen für Wärmepumpen durchgeführt, aktuell an etwa 100 Wärmepumpen pro Jahr. Diese Labormessungen werden nun im Auftrag des BFE durch Feldmessungen an real installierten Wärmepumpen ergänzt. Bisherige Haupterkenntnisse im Feld: Die meisten WP halten, was die Hersteller versprechen. WP-Boiler sind eine interessante Alternative für Warmwasser. Legionellenschaltungen sind verbesserungswürdig: Bei allen Anlagen ist der Heizstab bisher direkt zeitgesteuert, d.h. es erfolgt keine gezielte vorherige Aufladung durch die WP. Warmwasser-Zirkulation verschlechtert die Gesamteffizienz markant. In EFH sollte deshalb generell darauf verzichtet werden.

Robert Minovsky (Leiter Technik und Entwicklung bei Minergie Schweiz) zeigte in seinem Referat „Effizienz durch Monitoring“ auf, dass das Energie-Monitoring für die Qualitätssicherung im Betrieb zwingend notwendig ist: Die Messung der Haupt-Energieflüsse dient als Grundlage für dieses Monitoring mit sinnvoller Visualisierung und ermöglicht damit Betriebsoptimierungen inklusive Optimierung des zeitgleichen Eigenverbrauchs.

Patrik Lanter begann seinen Vortrag mit einem systematischen Überblick zum Thema Verbrauchsmessungen: von der einfachen Messung (zur Verbrauchsermittlung bzw. Kostenaufteilung) über Smart Metering (Intelligente Messung zur Sensibilisierung der Nutzer, Abrechnung und Optimierung Eigenstromverbrauch, Alarmierungen) bis zum Monitoring (Visualisierung/Überwachung/Analyse für Betriebsoptimierungen etc.). Das Modell zur verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnung (VEWA, Link siehe unten) wurde in der neusten Ausgabe 10.2018 ergänzt mit der Abrechnung von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV).

Heinz Marti (Bereichsleiter Technik und Qualitätssicherung bei NeoVac) informierte in seinem Referat „LoRa und die Messdaten im Internet der Dinge (IoT)“ über die strategische Partnerschaft von NeoVac und Swisscom im Bereich der Funk-Technologie LPN (Low Power Network) bzw. LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). NeoVac vollzieht damit einen Technologiesprung und ist damit gerüstet für die künftige stark ansteigende Anzahl von Mess-Sensoren und deren Datenmengen.

Die fünf EMF-Referate stehen hier als PDF zur Verfügung:
ZEV: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Der neue gesetzliche Rahmen (David Stickelberger, GL Swissolar)
Wärmepumpen-Effizienz in der Praxis (Stefan Bertsch, NTB Buchs)
Effizienz durch Monitoring – Minergie (Robert Minovsky, Techn. Leiter Minergie)
myNeoVac – Energie-Monitoring leicht gemacht (Patrik Lanter, CEO NeoVac Gruppe)
LoRa und die Messdaten im Internet der Dinge (IoT) (Heinz Marti, Bereichsleiter Technik und Qualitätssicherung bei NeoVac)

Leitfaden Eigenverbrauch inkl. ZEV (55 Seiten, www.swissolar.ch/zev), PDF direkt

VEWA-Broschüre zum Modell der verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnung (VEWA, 72 Seiten, www.neovac.ch/News/Detail/VEWA), PDF direkt

Erklärvideo Photovoltaik/Eigenverbrauch (1 Min.)

Erklärvideo NeoVac-Wärmepumpen-Zähler (5 Min.)

www.neovac.ch
www.energiemessforum.ch
www.swissolar.ch
www.wpz.ch
www.minergie.ch
www.minergie20.ch
www.swisscom.ch/lpn