Mitgliederversammlung und Jahrestagung 2019 von energie-cluster.ch

Energie-cluster: Neuausrichtung+Projekte

Geschäftsleiter Frank Kalvelage und Daniel Menetrey, Präsident des energie-cluster.ch, an der Jahrestagung 2019
Daniel Menetrey moderiert die abschliessende Fragerunde mit den Referentinnen und Referenten der Jahrestagung.
energie-cluster.ch, Bearbeitung Peter Warthmann /

Am 14. Mai 2019 fand in Bern die Mitgliederversammlung des energie-cluster.ch statt. Und daran anschliessend die ec-Jahrestagung mit Fachreferaten.

Walter Schmid, Max Renggli, Heinz Flückiger und Gerhard Zweifel wurden unter Verdankung der geleisteten Unterstützung aus dem Vorstand verabschiedet. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden Peter Richner (Dr. sc. nat. ETH, stellvertretender Direktor der Empa in Dübendorf) und Norbert Rücker (Leiter Economics & Next Generation Research, Bank Julius Bär in Zürich).

Neuausrichtung des Energie-Clusters
Für die strategische Neuausrichtung des energie-cluster.ch wurden für die «Neue Mission» drei Bereiche hervorgehoben: Netzwerk, CO2-Neutralität, Lebensqualität. 
energie-cluster.ch will sich künftig noch vermehrt und konsequent auf CO2-neutrale Energien fokussieren. Die Wissens- und Technologievermittlung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bleibt ein wichtiger Tätigkeitsbereich (Forschung und Entwicklung, Planung, Umsetzung, Nutzung, Entsorgung/Recycling/Energie-Gesamtsicht/Nachhaltigkeits-Sektoren).
Die Erfüllung der CO2-Zielsetzungen bedeutet: CO2-neutrale Lösungen, lebenswerte Zukunft, Übereinkommen von Paris, Nachhaltigkeit auf allen Ebenen, wirtschaftlich erfolgreiche Innovationen, kurz: Erzeugen/Verteilen/Verbrauchen mit gutem Gewissen.
Als Ziele im Bereich Lebensqualität wurden genannt: Gesundheit, Arbeitsplätze schaffen, Mensch im Mittelpunkt, Hoher Lebensstandard, Komfort – nicht Verzicht, sowie: eine wirtschaftlich starke Schweiz.

Ausblick für 2019
Im Ausblick für 2019 wurden etliche neue Projekte angekündigt: Projekt «Deklaration Schulzimmer-Lüftungsgeräte», Projekt «Dämmen statt Malen», neuer Kurs «Brandschutz in Lüftungsanlagen» (vgl. S. 62), neue Innovationsgruppe «CO2-neutraler Gebäudepark», sowie eine neue Innovationsgruppe «Konnektivität im Gebäude».

Jahrestagung 
«Change – die Energiewelt im Wandel», lautete das Motto der anschliessenden Jahrestagung des energie-cluster.ch. Fachpersonen vermittelten Ein- und Ausblicke aus Sicht der Behörden und der Wirtschaft. Sie waren sich einig, dass sich die Energielandschaft rasant verändert und Wachsamkeit geboten ist.
Daniel Menetrey (Elektroing. HTL und Präsident des energie-cluster.ch) erinnerte daran, dass bei den CO2-Emissionen bis 2050 eine «netto Null» zu erzielen ist. Um das zu erreichen, brauche es noch einiges – insbesondere im Gebäudebestand, der nach wie vor ein wichtiger Verursacher ist. Dort gibt es noch brach liegendes Potenzial. Der energiecluster.ch wird mit seinen Aktivitäten dazu beitragen, dass man dieses Potenzial wahrnimmt und nutzt.
Die Politologin Andrea Burkhardt, Abteilungsleiterin im Bundesamt für Umwelt, skizzierte den Weg zur «CO2-freien Schweiz» aus Sicht der Behörden und listete die Massnahmen auf, welche zu diesem Ziel führen. Leo Sasso-Clopath, Dipl. Ing. FH Wirtschaftsinformatik und CEO/Gründer der Firma geoimpact AG in Bern, erzählte, wie er aus «netto Null» ein Geschäft macht. geoimpact bietet digitale Planungsunterlagen an. Norbert Rücker, Leiter Economics & Next Generation Research, Bank Julius Bär in Zürich, zeigte, wie sehr sich Investitionswillige auf globalem Niveau für den Klimawandel interessieren.
Monika Tschannen von rundum mobil GmbH in Thun durchleuchtete die Chancen, die uns die Mobilitätsrevolution bietet, wenn wir sie mit Umsicht angehen. Norman Irion, Google-Experte bei netpulse AG in Winterthur, führte die Teilnehmenden in die Welt der digitalen Aufmerksamkeitsbewirtschaftung. Den Schlusspunkt setzte ein Solarpionier, der auf dem langen Weg zu «netto Null» schon einiges erlebt hat: Patrick Hofer-Noser, der heute mit seiner Firma 3S Solar Plus AG in Thun integrierte Photovoltaik-Module herstellt, erinnerte in seinem Rückblick daran, dass es Beharrlichkeit und Zähigkeit braucht, will man auf dem Weg zur CO2-Freiheit auf einen grünen Zweig kommen.

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