Revision Energieverordnung EnV per 1. April 2014:

Endlich den Strom vom eigenen Dach selbst verbrauchen!

Für kleine Photovoltaikanlagen gibt es neu anstelle der KEV eine Einmalvergütung. Zusammen mit Eigenverbrauch und Steuerabzügen eine attraktive Kombination. (© BE Netz AG)
Fördersysteme: abhängig vom Anmeldedatum
Quelle: Swissolar /

Die jetzt vom Bundesrat verabschiedete Revision der Energieverordnung (EnV) bringt einige für den Bau von Photovoltaikanlagen wichtige Verbesserungen.

Dass der auf dem eigenen Dach produzierte Solarstrom an Ort und Stelle verbraucht werden darf, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Leider wurde dies von einzelnen Energieversorgern bisher nicht zugelassen. Die revidierte EnV erlaubt dies nun explizit, auch wenn beispielsweise der Strom von Mietern der Liegenschaft verbraucht wird.  Prohibitive Tarifmodelle, die dies unattraktiv machen sollen, werden nicht zugelassen.

Kleine Photovoltaikanlagen erhalten anstelle der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) einen einmaligen Investitionsbeitrag, wobei für gewisse Kategorien eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Förderinstrumenten besteht. Davon profitieren insbesondere jene Bauherren, deren Photovoltaik-Projekte auf der KEV-Warteliste mit über 30‘000 Einträgen blockiert sind. Diese Warteliste kann dank der Einmalvergütung bis Anfang 2015 voraussichtlich um mehr als die Hälfte abgebaut werden.

Swissolar begrüsst diese beiden wichtigen Neuerungen und die weiteren in der Verordnung festgelegten Massnahmen zur Umsetzung der Parlamentarischen Initiative 12.400. Sie sind wesentliche Schritte, um die KEV zu entlasten und um die dezentrale Produktion von Solarstrom in unserem Land weiter voranzubringen. Diese Form des Ausbaus hat den grossen Vorteil, dass sie zu keiner zusätzlichen Belastung der Stromnetze führt.

Medienmitteilung 7.3.2014 UVEK: Revision der Energieverordnung per 1. April 2014