Rückblick auf die Swissbau vom 16. bis 20. Janaur 2018 in Basel

Digitalisierung und Kooperation am Bau

Ausprobieren geht über Studieren: Das gilt auch für Produkte, die Handwerker im täglichen Einsatz benötigen. (Bild: Manuel Fischer)
Amüsante Momente an der Swissbau. Im Bild das Nagelspiel am Stand von suissetec: Fast 300 Mitgliederbetriebe versuchten sich daran, die drei Nägel möglichst schnell einzuschlagen. (Bild: Manuel Fischer)
Produktlösungen im Bereich Gebäudehülle wurden auch spektakulär inszeniert. (Bild: Swissbau)
Quelle: Swissbau, MCH Messe Schweiz (Basel) AG /

An der 25. Ausgabe der Swissbau stand die Digitalisierung im Zentrum. Bundesrat Ueli Maurer eröffnete die Leitmesse der Schweizer Bauwirtschaft. Das Motto «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?» machte deutlich: Das Miteinander in der Branche ist ebenso wichtig wie der Wettbewerb. Dies gilt gerade auch für die erfolgreiche Adaptation digitaler Instrumente in Planung, Bau und Bewirtschaftung von Bauwerken.

Die Swissbau bringt alle zwei Jahre die wichtigsten Akteure der Schweizer Bauwirtschaft nach Basel. 2018 stand die Messe erstmals unter einem übergeordneten Motto: «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?». Messeleiter Rudolf Pfander erklärt dieses mit den folgenden Worten: «Die Schweizer Bauwirtschaft ist ein grosses Gefüge von Akteuren, die sich brauchen. Man arbeitet Hand in Hand – selbst dann, wenn man in Konkurrenz zueinander steht. Niemand ist alleine erfolgreich.»

Swissbau Innovation Lab - Blick in die digitale Zukunft

Als einer der ersten Besucher besichtigte Bundesrat Ueli Maurer die Sonderschau Swissbau Innovation Lab, die gemeinsam mit führenden Firmen aus der Baubranche, Organisationen, Hochschulen und Forschungsinstitutionen entwickelt wurde. Auf 2‘000 Quadratmetern machte die Sonderschau die digitale Transformation und unterschiedliche Zukunftstechniken für die Bauwirtschaft erlebbar. Den roten Faden bildete der Lebenszyklus einer Immobilie: Daran wurde aufgezeigt, wie Gebäude in naher Zukunft geplant, gebaut, genutzt und betrieben werden.
Der iRoom war das spektakulärste Element der Sonderschau «Innovation Lab». Neugierige Besucher, welche diesen virtuellen Begegnungsraum besuchten, erlebten den fiktiven Neubau eines neuen Bundeshauses realitätsnah mit. Die Besucherinnen und Besucher wurden Teil des Planungsteams und diskutierten bei verschiedenen Entscheiden mit. Als Basis für alle Beteiligten diente ein digitales Datenmodell des Neubaus. Die Potenziale der digitalen Transformation wurden nicht nur entlang sämtlicher Bauphasen aufgezeigt, sondern auch anhand des neuen Bundeshaus-Modells. Als moderner Kommunikations-Hub mit 520 Arbeitsplätzen gestaltet, zeigt die Visualisierung der Räumlichkeiten die Zukunft des parlamentarischen Alltags. Anschliessend konnte man im «Innovation Village» die Produkte und Lösungen von 53 Ausstellern für die digitale Transformation der Bauwirtschaft begutachten.

Wissenstransfer an der Swissbau Focus-Reise
Im bewährten Veranstaltungs- und Netzwerkformat Swissbau Focus diskutierten Experten und Interessierte die zu erwartenden konkreten Auswirkungen, Vor –und Nachteile der digitalen Transformation auf die Akteure im Bau. An 70 Veranstaltungen diskutierten Innovatoren, Unternehmer, Politiker und Nutzer aus dem In- und Ausland die aktuellen Chancen und Herausforderungen der Baubranche. Im Zentrum standen die Themen Energie, Weiterbildung, Raumplanung und Digitalisierung. Mit von der Partie waren hochkarätige Referenten wie z.B. Mario Botta, Francis Kéré, Theo Wehner, Benoît Revaz, Rolf Dobelli, Jürg Grossen, Kirsten Hasberg, Stefan Müller-Altermatt, Alastair Parvin, Stefan Cadosch, Klaus W. Wellershoff oder Pascale Vonmont. Geprägt wurde das Programm von zahlreichen Partnern, allen voran dem Bundesamt für Energie mit dem Label EnergieSchweiz und dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA).

Die Ausstellung

Im Bereich Planung drehte sich alles um BIM (Building Information Modeling) und die hierzu erforderliche interdisziplinäre Zusammenarbeit. Vorgestellt wurden unter anderem Softwarelösungen für Planer, Unternehmer und Bewirtschafter. Der Bereich Innenausbau hatte mit den Raumwelten sowie mit den Trendwelten Bad und Küche gleich mehrere Highlights zu bieten. Zu sehen waren neben innovativen Küchen- und Badezimmereinrichtungen auch ästhetische Inszenierungen – von Boden- über Wandbeläge bis hin zu Möblierung und Beleuchtung.
Die Anbieter aus den Bereichen Rohbau und Gebäudehülle fanden sich wieder unter einem Dach vereint. Auf teilweise spektakulär gestalteten Messeständen präsentierten sie ihre Produktneuheiten. Gute Stimmung und technische Innovationen fanden die Fachbesucher im Bereich Gebäudetechnik. Die Schlagworte zahlreicher Aussteller waren Energieeffizienz und ressourcenschonende Technologien.

Positive Resonanz der Aussteller

Messeleiter Rudolf Pfander zieht ein positives Fazit zur Swissbau 2018: «Die Resonanz der Aussteller hinsichtlich der qualitativ hochstehenden Kontakte und des konstruktiven Netzwerkens waren sehr erfreulich. Das Konzept mit Ausstellung, Weiterbildung und Innovationsforum hat sich ausgezahlt. Wir haben gemerkt, dass die Bereitschaft für ein Miteinander vorhanden ist und die Digitalisierung als Chance wahrgenommen wird. Ich bin überzeugt, dass die Messe für Aussteller wie auch Besucher ein Ansporn war, einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft zu gehen.»


www.swissbau.ch
http://bit.ly/2nqZ7Ch