CO2-Emissionen: Gebäude / Industrie / Verkehr

Die Politik versagt beim Flugverkehr

Der Wahnsinn Nr. 7 unserer modernen Welt: ständig sind weltweit 6000-11‘000 Linienflugzeuge in der Atmosphäre unterwegs. (Bild: App „Plane Finder“, 3.1.2018 / 14.55 Uhr MEZ)
Die repräsentative Bevölkerungsumfrage vom Oktober 2017 wurde von gfs-zürich im Auftrag der SES durchgeführt. Sie zeigt: Das Wissen um die Klimaschädlichkeit reicht nicht aus, um das individuelle Verhalten zu ändern.
Quelle: SES-Magazin Energie&Umwelt 4/2017, Bearbeitung Peter Warthmann /

Mobilität ist ein Sorgenkind der Energie- und Klimapolitik. Der Verkehr wächst und wächst – und mit ihm Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Nach der geltenden CO2-Verordnung sollten die CO2- Emissionen als Zwischenziel per 2015 im Gebäudesektor gegenüber 1990 um 22% sinken, tatsächlich sanken sie um 26%. Der Industrie gab die Verordnung per 2015 ein Ziel von minus 7% vor, erreicht wurden minus 17%. Der Verkehr aber verpasste sein Ziel, obwohl seine Emissionen laut der Verordnung hätten stagnieren dürfen. Tatsächlich nahmen sie um 4% zu.

Dabei sind die Emissionen des rasant wachsenden Flugverkehrs noch gar nicht berücksichtigt. Der Flugverkehr wird bezüglich CO2-Emissionen zwar erfasst, aber nicht zu den nationalen Emissionen gezählt.

Obwohl die Entwicklung im Verkehr genau in die falsche Richtung geht, sind Treibstoffe im Gegensatz zu Brennstoffen von der CO2-Abgabe ausgenommen. Um dies zu ändern, fehlt bisher eine politische Mehrheit. Die Revision des CO2-Gesetzes steht auf dem aktuellen Programm der Schweizer Bundes-Politik.

Das Wissen des Einzelnen um die Klima-Schädlichkeit des Fliegens reicht nicht. Um ein weiteres rasantes Wachstum des Flugverkehrs zu verhindern, braucht es wirksame politische Massnahmen. Dies zeigt Felix Nipkow auf in seinem Artikel im Magazin „Energie&Umwelt“ 4/2017 (S. 12-13) der Schweizerischen Energie-Stiftung SES: Die Politik versagt beim klimaschädlichsten Verkehrsmittel.

Schweizerische Energie-Stiftung SES: www.energiestiftung.ch

SES-Magazin „Energie&Umwelt“ 4/2017, ganzes Heft (24 Seiten)